Aufgedeckt: Legida wird auch bezahlt

tchiboSeit einiger Zeit ist aktenkundig, dass Antifa-Aktivisten aus Geldern des Antifa e.V. bzw. der zugehörigen Gewerkschaft für ihre Demoaktivitäten bezahlt werden. Nun allerdings belegen interne Dokumente, dass auch viele der besorgten Bürger für ihre montäglichen Spaziergänge bei Legida Geld erhalten. Selbst das Dresdner Mutterschiff steht im Verdacht. Der Skandal weitet sich aus.

Es klang wie ein übler Scherz und hatte doch Substanz. Jene Aktivisten, die sich wöchentlich gegen Pegida und Co. stellen, erhalten eine finanzielle Entschädigung. Zwar sind die Abläufe und Finanzströme bis heute nicht restlos offengelegt, weil mächtige politische Interessengruppen eine detaillierte Aufklärung der Sachlage verhindern. Die Kreise der Finanziers scheinen allerdings weiter ausgedehnt zu sein, als bislang angenommen. Mutmaßlich beteiligt sich mittlerweile selbst Tchibo an der monetären Unterstützung der Demonstrationen.

Doch auch die andere Seite kommt offenbar mehrheitlich nicht aus reinem politischem Engagement zu den wöchentlichen Demonstrationen.

Interne Abrechnungen zeigen, dass mindestens 150 Personen für ihr regelmäßiges Erscheinen zu Legida-Veranstaltungen mit einer Pauschale von 50 Euro entlohnt werden. Ebenfalls auf den im Internet kursierenden Quittungsbögen ist ein Bonus für jeden Teilnehmer vermerkt, der einen weiteren davon überzeugen kann, den gefährlichen Weg zur Kundgebung auf sich zu nehmen. Thomas L. aus L., der seit Beginn bei Legida dabei ist, bestätigt: „Ja, viele von uns bekommen auch Geld. Das ist ein offenes Geheimnis.“ Der Ablauf scheint einfach: Während der geschlossenen Abreise werden im Bahnhof, von der Presse zumeist unbemerkt, Umschläge gegen Unterschriften verteilt. „Warum“, ergänzt Thomas L., „sollten normale Leute wie wir sonst so oft montags in die Stadt fahren und uns immer wieder die gleichen Reden anhören?“

Unklar ist im Moment noch, wo das Geld herkommt. Während die Antifa offenkundig mit Steuermitteln subventioniert wird, scheint sich hinter Legida – und vermutlich auch hinter Pegida in Dresden – ein Netzwerk aus verschiedenen Gruppen zusammengefunden zu haben. Insiderinformationen legen nahe, dass mindestens drei große Geldgeber die „Spaziergänger“ am Laufen halten. Kontobewegungen erhärten den Verdacht, dass die Mediengruppe Pro7/Sat1 beteiligt sein könnte, um mit Legida und Pegida Druck auf die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auszuüben. Deren finanzielle und inhaltliche Dominanz ist den Privaten länger schon ein Dorn im Auge. Von der Etikettierung dieser Sender als „Lügenpresse“ und dem lauten Ruf nach der Abschaffung des Rundfunkbeitrags erhoffen sich, so lässt sich vermuten, die privaten Sender eine Stärkung ihrer Marktposition.

Ebenfalls beteiligt sein könnte die Firma Facebook. Einige Finanztransaktionen lassen sich dahingehend interpretieren. Die Pressesprecherin von Facebook Deutschland, Ina Bülow, räumte auf Nachfrage jedoch lediglich ein, dass Facebook seit den wöchentlichen Demonstrationen seine ohnehin schon zentrale Rolle in den sozialen Medien weiter ausbauen konnte: „Mittlerweile kommt man an fb [Facebook, Anm. d. Red.] nicht mehr vorbei, wenn man sich politisch informieren will. Uns als Firma ist der Wahrheitsgehalt der Posts selbstredend egal. Hauptsache der Traffic stimmt und wir sind als Knotenpunkt unverzichtbar.“

Interne Dokumente aus dem Kreml belegen zudem, dass auch russisches Geld in die Töpfe von Legida und Pegida zu fließen scheint. Alexander Smirnow, ranghoher Mitarbeiter im russischen Propagandaministerium, gibt dies auf Nachfrage indirekt zu: „Wir unterstützen antiamerikanische Positionen, auf welchen Wegen werden wir allerdings nicht mit der Presse diskutieren.“

So genau wissen Legida und Pegida offenbar selbst nicht, wo das Geld herkommt. Die Vermutung liegt nahe, dass auch sie im Dunkeln gehalten werden sollen, damit die Hintergründe der Finanzierung  nicht öffentlich werden. Es wäre ein fatales Signal, wenn sich zeigen würde, dass die beide Gruppen, die besorgten Bürger und die Antifa, Spielball von Interessengruppen sind, die das Ziel haben, die öffentlichen Debatten in Deutschland in eine Richtung zu drücken und Unfrieden zu stiften. Je weniger die „patriotischen Europäer“ wissen, umso weniger können sie verraten.

Die Sache könnte allerdings deutlich umfangreicher sein, als die derzeitigen Indizien vermuten lassen. Weil die Fokussierung auf „Asylkritik“ und Rassismus auffällig gut von TTIP und anderen ökonomischen Neuerungen ablenkt, die nicht im Sinne einfacher Angestellter sein dürften, haben deutsche Behörden offenbar kein gesteigertes Interesse, die Dinge aufzuklären. „Damit werden“, so berichtet  Ludwig Homburg von Hut vom Bundeskriminalamt [Name von der Redaktion nicht geändert], „ökonomische Verteilungskämpfe auf politische Auseinandersetzungen zwischen Links und Rechts umgelenkt. Die Wirtschaftslobbys freuen sich darüber, weil ihre Machenschaften im Verborgenen bleiben.“ Zwar wisse man darum, dass ein Großteil des Demonstrationsgeschehens montags gekauft sei. Man störe sich im Moment allerdings noch nicht daran. Gleichzeitig taugen die montäglichen Aufmärsche als ermüdende Beschäftigungstherapie für linke Aktivisten.

Offen ist im Moment noch, wie tief Lutz Bachmann in die Dinge verstrickt ist. Dass er möglicherweise eine gut bezahlte Marionette eines prorussischen Lobbyverbandes sein könnte, lässt sich, nach Lage der Dinge, zwar vermuten. Beweise jedoch fehlen bislang.

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Hasen rösten den Jäger am Spieß, Kupferstich von Israhel van Meckenem, 15. Jahrhundert

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